Rund 800 junge Skisportler kämpfen bei den Landesjugendspielen in Klingenthal und Erlbach um die Medaillen - Fortsetzung in Chemnitz
Von Peter JankaKlingenthal/Erlbach. Einen kleinen Vorgeschmack auf die bevorstehenden Olympischen Spiele in Vancouver konnten rund 800 Sportler aus ganz Sachsen und deren Betreuer am Wochenende in Klingenthal, Mühlleithen und Erlbach erleben: Bei traumhaften Bedingungen, aber auch knackigem Frost von zuweilen unter minus zehn Grad stritten sie bei den Landjugendspielen in den nordischen und alpinen Skidisziplinen sowie im Biathlon um die Medaillen. Von Freitag bis Sonntag folgen in Chemnitz die Wettkämpfe im Eishockey, Eiskunstlaufen und Eisschnelllauf.
Direkt aus China kam Heiko Krause, der Präsident des Skiverbandes Sachsen, ins Vogtland. Der Geschäftsmann genoss sichtlich die Atmosphäre an den Wettkampfstätten. "Der organisatorische Aufwand hat sich gelohnt. Meines Wissens ist der Landessportbund Sachsen der einzige bundesweit, der solch ein sportartübergreifendes Großereignis ausrichtet. Und bei allem Spaß, der nicht zu kurz kommen soll - wir legen schon Wert auf einen leistungssportlichen Anspruch." Eigentlich war Oberwiesenthal als Ausrichter vorgesehen, aber die Erzgebirger mussten das Handtuch werfen. "Die benötigten rund 1000 Übernachtungsplätze stehen dort nicht zur Verfügung", sagte Krause. "Die Entscheidung für Klingenthal war richtig. Wir haben alle Unterstützung bekommen, die Wettbewerbe zu einem Höhepunkt werden zu lassen", freute sich Eberhard Werner, Präsident des Landessportbundes (LSB).
Rund 200 Helfer hatten der VSC Klingenthal, der WSV Erlbach, der Förderverein Biathlon Osterzgebirge und der Landessportbund im Einsatz, um die Wettkämpfe abzusichern. Am Samstagabend feierten die Teilnehmer im Waldpark Grünheide eine große Abendparty mit Showvorführungen im Breakdance und Cheerleading, verschiedenen Spielen, Musik und einem Feuerwerk. (mit tm)
Die Langläufer hatten zwei Wettbewerbe auf dem Programm:
Samstag: Sprint-Vielseitigkeitswettkampf (600m) in der Freien Technik
Sonntag: Distanzrennen mit Massenstart in der Klassischen TechnikIm Sprint sechsmal aufs Podest gespurtet
Ski Nordisch: Region bei Landesjugendspielen erfolgreich
Mühlleithen. Bei den Landesjugendspielen im Skilanglauf der Altersklassen 10 bis 15 in Mühlleiten haben es einige Skisportler aus der Region aufs Treppchen geschafft. Allein beim Vielseitigkeitswettkampf am Samstag erkämpften Nachwuchsläufer aus dem Südosten Mittelsachsens sechs Medaillen.
Anna-Maria Dietze vom SSV Neuhausen stand nach zwei Durchgängen auf der mit alpinen Elementen gespickten, 600 Meter langen Sprintstrecke als Gesamtsiegerin der Altersklasse (AK) 11 fest. Sie "profitierte" vom Sturzpech ihrer ärgsten Konkurrentin Johanna Mende von der SG Holzhau, die Zweite wurde. Ebenfalls Silber ging an Luca-Marie Prezewowsky (AK 10) und Nick Schneider (AK 13) vom SSV Neuhausen. Bronze sicherten sich Marie Herklotz (AK 11) von der SG Holzhau und Lena Zeise (AK 12, SSV Neuhausen). Jeweils knapp am Siegertreppchen vorbei geschrammt sind mit drei vierten Plätzen die Aktiven des SSV Sayda.
Ein spannendes Duell lieferten sich auch die Dauerkonkurenntinen Julia Richter (SSV Sayda) und Marylin Ludwig (SSV Neuhausen), beide AK 13. Nach dem ersten Lauf lagen beiden, mit nur drei Sekunden unterschied auf Platz 1 und 2. Beide setzten im zweiten Lauf alles auf eine Karte und liefen auf volles Risiko...was beide mit Stürzen bezahlten. Die lachenden Dritten waren Linda Neuber (aus Neudorf - ihr Vater Jens Neuber ist ein geborener Saydaer und leidenschaftlicher Skilangläufer) und Lisa Dotzauer (Klingenthal), die von den Stürzen der beiden Favoritinnen "profitierten".
Mehr als 200 Sklilangläufer waren bei den Landesjugendspielen am Start. Der SSV Neuhausen hatte zwölf Talente in die Spur geschickt, der SSV Sayda elf und der SV Großwaltersdorf fünf. Die SG Holzhau war mit vier, der TuS Voigtsdorf mit 2 Nachwuchsläufern in Mühlleiten. (LE)
Übungsleiter sind zufrieden
Bilanz der Landesjugendspiele fällt für Regionalvertreter gut aus
Mühlleithen. Neun Treppchenplätze für den SSV Neuhausen, fünf für die SG Holzhau, einer für den SSV Sayda und zahlreiche Platzierungen im Vorderfeld der einzelnen Starterfelder sind die Ausbeute der Vereine aus der Region bei den Landesjugendspielen im Skilanglauf vom Wochenende.
An Spartakiaden aus DDR-Zeiten fühlte sich der Abteilungsleiter Ski des SSV Neuhausen, Volker Langer, erinnert, auf insgesamt gut Bedingungen und anspruchsvolle Wettkampfstrecken verweisend. Die Bilanz des Vereins fällt dabei "sehr positiv aus", blickte Langer auf zwölf Starter, die es auf insgesamt 13 Wertungen bis Platz sechs gebracht haben. Herausragend waren die Goldmedaillen von Anna-Maria Dietze (AK 11) im Vielseitigkeitslauf und von Lena Zeise (AK 12) über 3 Kilometer klassisch.
"Eine Gold- sowie je zwei Silber- und Bronzemedaillen, obwohl wir nur mir vier Startern angereist waren - was wollen wir mehr", freute sich Betreuerin Steffi Mende von der SG Holzhau. "Die zahlreichen Platzierungen unserer Sportler im obereren Drittel der Starterfelder sind zufrieden stellend", analysierte die Übungsleiterin beim SSV Sayda, Karin Götz. Starke Wettkämpfe hatten dabei Julia Richter, Merle Richter und Saskia Schmitt abgeliefert. Julia hatten über 3 Kilometer klassisch nur 1,4 Sekunden zum Sieg gefehlt. (LE)
Die Landesjugendspiele sind Höhepunkte für unsere Sportler...
Merle Richter (8 Jahre / erste von rechts) vom SSV 1863 Sayda gehörte zu den jüngsten Teilnehmern bei den Langläufern. Sie startete als "Frühstarterin" bei den ein Jahr Älteren und konnte sich an beiden Wettkampftagen über einen Platz unter den ersten Sechs freuen.
Massenstart der Mädchen der AK 10 am Sonntag. Sie starteten über 2km in der Klassischen Technik.